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Fachkräftemangel im Allgäu? Wie eine Wangener Ergotherapie-Praxis in 4 Wochen 2 neue Therapeuten einstellte

Die Wartelisten sind lang, das Telefon steht nicht still, aber das Team arbeitet am Limit. Es ist das klassische Szenario im Allgäuer Gesundheitswesen: Patienten gibt es genug, aber das Fachpersonal fehlt. Eine Praxis in Wangen stand kurz vor dem Aufnahmestopp – bis sie das „Post & Pray“-Prinzip gegen eine digitale Strategie tauschte.

Wenn man im Westallgäu nach Mitarbeitern sucht, war der Weg Jahrzehnte lang klar: Eine Anzeige in der Schwäbischen Zeitung oder im Wochenblatt, vielleicht noch ein Aushang beim Arbeitsamt. Doch unsere Kundin, Inhaberin einer etablierten Ergotherapie-Praxis in Wangen, musste feststellen: Dieser Weg ist eine Sackgasse.

Die Ausgangslage: „Wir finden niemanden.“

Drei Monate lang hatte die Praxis gesucht. Das Ergebnis nach hunderten Euro an Anzeigenkosten:

  • Zwei Bewerbungen.
  • Eine davon fachlich nicht geeignet.
  • Die andere Kandidatin sagte kurzfristig ab.

„Ich war frustriert“, erzählt die Inhaberin. „Wir haben ein tolles Team, faire Gehälter und schöne Räume. Aber niemand hat es gesehen.“ Das Problem ist nicht, dass es keine Ergotherapeuten im Allgäu gibt. Das Problem ist: Die guten Fachkräfte haben bereits einen Job. Sie sitzen abends nicht mit dem Textmarker über dem Stellenmarkt der Zeitung. Sie scrollen durch Instagram oder Facebook. Und genau dort haben wir sie abgeholt.

Die Lösung: Recruiting ohne Hürden

Gemeinsam mit eDesign hat die Praxis den Bewerbungsprozess komplett umgedreht. Statt: „Schick uns deinen Lebenslauf und warte zwei Wochen“, hieß es plötzlich: „Bewirb dich in 60 Sekunden am Handy – ohne Anschreiben.“ Wir haben eine Kampagne entwickelt, die nicht wie Werbung aussieht, sondern wie ein ehrlicher Einblick in den Praxisalltag.

Schritt 1: Authentizität statt Stockfotos

Vergessen Sie Fotos von lächelnden Modellen in weißen Kitteln aus Datenbanken. Wir haben das echte Team in Wangen fotografiert. Lachend in der Kaffeeküche, konzentriert bei der Arbeit mit Patienten. Das signalisiert: Hier ist die Atmosphäre gut. Hier willst du arbeiten.

Schritt 2: Die „Bewerber-Weiche“ (Funnel)

Wir haben Anzeigen auf Facebook und Instagram im Radius von 15 km um Wangen geschaltet. Wer darauf klickte, landete nicht auf der Homepage (wo man sich oft verliert), sondern in einem interaktiven Quiz.

  • „Hast du eine abgeschlossene Ausbildung?“ – Klick.
  • „Ist dir ein familiäres Team wichtig?“ – Klick.
  • „Wann können wir dich anrufen?“ – Eingabe.

Kein Lebenslauf. Kein Anschreiben. Nur der Wille zum Wechsel.

Das Ergebnis: 24 Bewerbungen in 30 Tagen

Was mit der Zeitung in drei Monaten nicht klappte, funktionierte digital in wenigen Wochen. Die Kampagne ging viral im lokalen Umfeld. Therapeuten markierten ihre ehemaligen Kollegen unter den Beiträgen („Hey, das wäre doch was für dich!“).

Die Bilanz nach 4 Wochen:

  • 24 qualifizierte Kontakte aus der Region (Wangen, Isny, Lindenberg).
  • 5 Vorstellungsgespräche in der ersten Woche.
  • 3 Neueinstellungen, die das Team jetzt dauerhaft entlasten.

Die Kosten pro Einstellung lagen dabei deutlich unter denen einer klassischen Headhunter-Provision oder großen Print-Kampagnen.

Fazit: Wer im Allgäu Mitarbeiter sucht, muss neue Wege gehen

Dieses Beispiel aus Wangen lässt sich auf fast jede Branche übertragen – egal ob Handwerk in Leutkirch, Industrie in Ravensburg oder Pflege in Lindau. Fachkräfte sind da. Sie sind nur nicht aktiv auf Jobsuche. Man nennt sie „latent wechselwillig“. Sie sind bereit für etwas Neues, wenn das Angebot stimmt und der Prozess einfach ist. Haben Sie auch genug von leeren Bewerbungseingängen? Wir zeigen Ihnen unverbindlich, wie eine Social-Recruiting-Kampagne für Ihr Unternehmen im Allgäu aussehen könnte. Lassen Sie uns den Spieß umdrehen und dafür sorgen, dass sich Talente bei Ihnen bewerben – nicht umgekehrt.