Arbeitgebermarke und Recruiting-Website für den Anlagenbau

Wenn der Weltmarktführer vor der Haustür keinen Namen hat
Am Sigmannser Weg in Wangen im Allgäu werden Misch- und Trocknungsanlagen für die Pharma- und Chemieindustrie gebaut. Seit 1964. Das Unternehmen gehört heute zur De Dietrich Gruppe – einem seit 1684 familiengeführten Konzern mit 25 Standorten weltweit und rund 1.400 Beschäftigten.
Nur: In der Region kannte man den Betrieb sechs Jahrzehnte lang unter einem anderen Namen – BOLZ. Wer im Allgäu nach einem Arbeitgeber im Maschinenbau sucht, sucht nach dem, was er kennt. Unter „De Dietrich“ findet er einen internationalen Konzernauftritt, der Produkte hervorragend erklärt, aber nichts über das Arbeiten in Wangen sagt.
Die Herausforderung: zwei Zielgruppen, die sich gegenseitig im Weg stehen
Ein Konzernauftritt spricht Einkaufsabteilungen und Verfahrenstechniker an – weltweit, meist auf Englisch, mit Fokus auf Anlagen und Prozesse. Ein Monteur aus Kißlegg, eine Assistenz aus Isny oder ein Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz brauchen etwas völlig anderes: Nähe, Konkretheit und die Antwort auf die Frage, wie es dort ist, wo sie täglich hinfahren würden.
Beides auf einer Seite unterzubringen, funktioniert selten. Die Konzernkommunikation verliert an Präzision, und die Karriereseite wird zum Anhang, den niemand pflegt. Die Entscheidung fiel deshalb bewusst auf einen eigenen, regionalen Auftritt unter eigener Adresse – mit genau einer Aufgabe: Menschen aus der Region für diesen Standort zu gewinnen.
Unsere Lösung: radikal reduziert auf das Recruiting
- Drei Menüpunkte, nicht dreißig: Unternehmen, Job finden, Kontakt. Was nicht der Bewerbung dient, steht bewusst nicht auf dieser Seite. Wer ein Angebot für eine Anlage sucht, ist beim Konzernauftritt richtig – und wird dorthin geführt.
- Die Herkunft nicht verstecken, sondern nutzen: Der frühere Name gehört sichtbar in die Unternehmensgeschichte. Er ist keine Altlast, sondern das stärkste Wiedererkennungssignal, das dieser Standort in der Region besitzt.
- Der Größenvorteil als Argument, nicht als Distanz: Über 60 Jahre am Ort, mit einem international aufgestellten Familienunternehmen im Rücken. Diese Kombination ist das eigentliche Versprechen an Bewerber – die Sicherheit eines großen Hauses bei den kurzen Wegen eines mittelständischen Betriebs.
- Werte, die einem Bewerbungsgespräch standhalten: Statt einer Aufzählung von Substantiven haben wir die Unternehmenswerte in überprüfbare Sätze übersetzt – etwa: „Anerkennung und Rücksichtnahme gegenüber jedem Einzelnen – das ist bei uns Grundhaltung, kein Poster an der Wand.“
- Echte Bilder vom Standort: Teamaufnahmen, Büros und Luftbilder des Werks statt Stockfotografie. Bewerber erkennen den Unterschied sofort – und in einer Region, in der man sich kennt, ist er entscheidend.
- Jede Stelle als eigene Seite: Von der Ausbildung zum Technischen Produktdesigner über den Werkstudentenplatz im Maschinenbau und den Monteur mit Reisebereitschaft bis zur Assistenz der Geschäftsleitung. Eigene Seiten sind die Voraussetzung dafür, dass Stellen in der Google-Jobsuche überhaupt erscheinen können – und dass man sie einzeln teilen und bewerben kann.
- Initiativbewerbung als gleichwertiger Weg: Sie steht in derselben Liste wie die ausgeschriebenen Stellen, nicht in einer Fußnote. In einem angespannten Fachkräftemarkt ist die passende Person selten genau dann verfügbar, wenn eine Stelle offen ist.
Das Ergebnis: ein Auftritt, der eine Frage beantwortet
De Dietrich Wangen tritt in der Region jetzt als das auf, was der Standort tatsächlich ist: ein gewachsener Allgäuer Betrieb mit internationalem Rückhalt. Der Auftritt konkurriert nicht mit der Konzernkommunikation, sondern ergänzt sie genau an der Stelle, an der sie systembedingt nicht liefern kann.
Was wir aus diesem Projekt regelmäßig mitnehmen: Beim Recruiting ist weniger Website fast immer besser. Eine Seite, die nur eine Frage beantwortet, beantwortet sie besser als eine, die alles können soll.
Live ansehen: dedietrich-wangen.de. Mehr zu Positionierung und Markenstrategie sowie zur Umsetzung von Websites.